Raum für den Glauben

Unsere Kirchen

Stadtkirche Pappenheim

Graf-Carl-Straße 9 | 91788 Pappenheim

Die Stadtkirche Pappenheim trug in früherer Zeit den Namen “Kirche zu unserer lieben Frauen”. An ihrem Platz stand wohl bereits im 12. Jahrhundert eine Kapelle. Reste von mit Fresken verzierten Bögen und Nischen mit Malereien von der Kapelle wurden im Chorraum der Stadtkirche vor 40 Jahren bei Renovierungsarbeiten entdeckt.

Die grün glasierten Turm-Dachziegel der Kirche sind weit im Altmühltal sichtbar. Fertig gestellt wurde die Kirche in ihrer heutigen Gestalt 1476, wie ein Tartschenstein im Eingang des Turmuntergeschosses beweist. Immer wieder fanden im Zuge von Innenrenovierungen auch größere stilistische Veränderungen in und an dem Gotteshaus statt. Im Jahr 1713 wurden der barocke Altar und die Kanzel eingebracht. Im Jahr 1728 entstand der Prospekt der Orgel. Erst im letzten Jahrhundert brachte man die Stuckdecke in das Langhaus ein und setzte neben die schon bestehenden Epitaphien an der Südseite eine Anzahl von in den Grüften der Kirche gefundenen Grabsteinen in die Wände von Kirchen- und Chorraum.  Unter dem erhöhten Altarraum befindet sich ein für den früheren Verteidigungsfall der Stadt notwendiger Wehrdurchgang, eine Besonderheit ohne Vergleich. Emporen und Patronatslogen wurden im Jahr 1680 eingebaut. Letzter waren früher allein der Grafenfamilie vorbehalten.

In der Kirche fallen zudem ein aus dem Jahr 1505 stammender Opferstock auf, sowie die etwa drei Meter hohe Holzplastik im Eingangsbereich. Sie stammt von dem Künstler Karl Hemmeter aus dem Jahr 1947 und ist ein Kriegerdenkmal mit ganz besonderer Ausdruckskraft. Eine um ihren gefallenen Sohn trauernde Mutter wird von der großen Christusgestalt behütend umfangen. Die Arbeit selbst lässt eine optische und gedankliche Nähe zu Ernst Barlach und Käthe Kollwitz vermuten.

Kinderkirchenführer

Mit Tom und Anne durch die Kirche gehen: Für die Stadtkirche Pappenheim gibt es einen 24-seitigen Kirchenführer – nicht nur für Kinder! Tom und Anne führen durch die Kirche und zeigen den Interessierten das ein oder andere Detail.

Also: Kommen Sie vorbei und machen Sie sich selbst ein Bild von unserer Kirche! Entdecken Sie Bekanntes und neue Seiten.

Kirche St. Michael Niederpappenheim

Bahnhofstraße | 91788 Pappenheim

Vermutlich stand schon vor über 1000 Jahren ein Kirchlein in Niederpappenheim. Die recht sehenswerte, kleine St. Michaels-Kirche steht heute versteckt und unscheinbar neben großen Industriebauten und einem im 19. Jahrhundert aufgeschütteten Bahndamm. Im Jahr 1050 hat Papst Leo IX. selbst die Kirche vor Ort auf den Heiligen Michael geweiht. 1372 kam die Gemeinde mit ihrer Kirche – zusammen mit Osterdorf – unter die Obhut und Versorgung der Pappenheimer Augustiner-Mönche.

In ihrem Inneren verbergen sich eine Reihe interessanter Details, z. B. eine geschnitzte Barockkanzel aus dem Jahr 1698 oder der sehenswerte Orgelprospekt aus dem Jahr 1777.

Kirche St. Georg Übermatzhofen

Übermatzhofen | 91788 Pappenheim

Vermutlich als Ritterkapelle erbauten die “Edlen von Übermatzhofen” im 12. Jahrhundert die St. Georgskirche. In ihren Anfängen wurde sie noch durch die nahe Pfarrei Solnhofen versorgt. Sie ist die dritte Kirche, die zur heutigen “Bergpfarrei” gehört.

Ein uralter vorchristlicher Opferstein vor dem Kircheneingang lässt ein ehemals germanisches Heiligtum an diesem Ort vermuten.

St. Erhart Osterdorf

Osterdorf 1 | 91788 Pappenheim

Die Kirche von Osterdorf ist dem Heiligen Erhard geweiht. An ihrer Südseite ist ein sehenswerter römischer Gedenkstein eingemauert. Ursprünglich direkt gesetzt an der Römerstraße von Römischen Legionären für deren 80-jährige Mutter. Die lateinische Inschrift lautet: “Den Schattengöttern! Der liebevollsten Mutter Veseca, Tochter des Bucudus, setzten bei Lebzeiten in ihrem achtzigsten Jahr, die Söhne.”

Im 14. Jahrhundert war die Kirche noch eine Filialkirche des benachbarten Örtchens Dietfurt. Mit Errichtung des Augustiner-Eremiten-Klosters in Pappenheim (1372) bekamen allerdings die dortigen Mönche den Auftrag, u. a. auch die Kirche in Osterdorf zu betreuen. Ihr heutige Form hat die Kirche aufgrund einer Renovierung aus dem Jahr 1536.
Nach der Auflösung des Klosters aufgrund der Reformation (ca. 1550) wurde die “Caplanei am Berg” gegründet. In den folgenden Jahren bildete die Kirchengemeinde Osterdorf zusammen mit Niederpappenheim und einem Teil des Stadtgebietes von Pappenheim diese sogenannte “Bergpfarrei”.

Der Pfarrer/ die Pfarrerin der Bergpfarrei bewohnt das “Bergpfarrhaus” in Pappenheim, erbaut im Jahre 1492 “zur Wohnung dem Capellan auf dem Berge”. In ihm ist 1908 der bekannte Theologe Helmut Gollwitzer zu Welt gekommen – sein Vater war hier Pfarrer.

Weidenkirche

Bahnweg |  91788 Pappenheim

Eine Kirche aus Weiden ist ein eher ungewöhnliches Gotteshaus. Die Pappenheimer Weidenkirche entstand durch Initiative und Mitarbeit der Evangelischen Jugend in Bayern.

Unter dem Motto „Kirche: natürlich!“ begannen über hundert Jugendliche in den Osterferien 2007 den Bau dieses in Bayern einzigartigen Objektes. Visionen von einer lebendigen und natürlichen Kirche, einer Kirche, die wächst, sich verändert und offen ist, liegen diesem Gedanken zugrunde.

Das Bauwerk ist 30 Meter lang und besteht vor allem aus Weiden. Stabilität erhält das Bauwerk durch ein Gerüst aus Metallrohren, die den langen Ruten als Rankhilfe dienen.

Die evangelisch geweihte Kirche möchte zugleich ein sichtbares Zeichen für Gottes Schöpfung sein, das einerseits Leben und Wachstum, Frische und Natürlichkeit, Hoffnung und Zuversicht symbolisiert, zugleich sich aber auch immer wieder verändert.

Gemeindehäuser

Gemeinschaftshaus Osterdorf

Osterdorf | 91788 Pappenheim

Der Gemeinderaum kann angemietet werden und eignet sich prima für kleine Familienfeste, Geburtstage oder Feiern. Ansprechpartnerin ist Frau Anni Boscher, Osterdorf, Tel. 09143 1826.

Gemeindezentrum Pappenheim

Graf-Carl-Straße 1 1/2 | 91788 Pappenheim

Im Dezember 2014 wurde unser neues Gemeindezentrum und das Verwaltungshaus in Pappenheim nach umfangreichen Bau- und Sanierungsmaßnahmen eingeweiht.

Christlicher Glaube braucht die Möglichkeit zur Gestaltung. Wir brauchen diese Augenblicke und Angebote, irgendwo einzutauchen, um den täglichen Trott abzulegen. Unser Glaube möchte sich Platz machen und sich zugleich fest machen – nicht nur am einzelnen Menschen, an uns selbst, sondern auch an Orten und Häusern.

Kurz gesagt, eine Kirchengemeinde und damit die Seelsorge für die uns anvertrauten Menschen, braucht ein Haus, braucht Räume, die einladen und die offen sind für das, was verbindet. Sie braucht Platz für Begegnungen, sie muss sich treffen können um nachzudenken, sie muss feiern und still werden dürfen, sie muss streiten und beten lernen, tagen und tanzen wollen, ruhig werden und spielen, Verantwortung übernehmen und abgeben.

Es sind unsere Beziehungen und Bewegungen und die unserer willkommenen Gäste, die ein Gemeindehaus lebendig machen und ihm auch seine Zukunft geben.

Wohl fühlen werden wir uns in unserem neuen Haus, Jung und Alt, wenn wir in ihm Gottes Geist wohnen lassen. Wenn in dem Haus Nachbarn und Fremde gleichermaßen spüren, dass hier gelebt werden darf, was wir uns im Trubel des Alltags nicht immer trauen: Gottes Liebe! Dieses Haus ist ein „Zuhaus” –  das heißt, Sie sollen sich in ihm zuhause fühlen.

Das Verwaltungshaus ist ein unvergleichliches Gebäude von ganz außergewöhnlicher kunsthistorischer Bedeutung und optisch beeindruckender Präsenz für Pappenheim.

Friedhof

Friedhof Niederpappenheim

Bahnhofstraße | 91788 Pappenheim

Ansprechpartner:  Helmut Pfefferlein, Zimmern
Kontakt: über das Pfarramt

Die Friedhöfe in Pappenheim, Geislohe, Göhren, Osterdorf und Übermatzhofen befinden sich in Trägerschaft der Stadt Pappenheim.